Moderne Produktionsumgebungen setzen zunehmend auf heterogene Roboterflotten — mobile Transportplattformen (AMR), kollaborative Roboterarme und stationäre Bearbeitungsstationen —, die gemeinsam Fertigungs- und Logistikaufgaben bewältigen. Die Koordination dieser Systeme erfolgt heute überwiegend zentral über Leitrechner oder Manufacturing Execution Systems. Bei Störungen, Maschinenausfällen oder kurzfristigen Auftragswechseln ist eine zentrale Koordination jedoch anfällig: Fällt der zentrale Knoten aus, steht die gesamte Prozesskette still.
Das M-APR-Projekt untersucht, ob und unter welchen Bedingungen dezentrale, emergente Koordinationsstrategien — bei denen Agenten autonom auf Basis lokaler Information Rollen übernehmen und Aufgaben verteilen — einer zentralen Steuerung in Produktionsszenarien überlegen sind. Im Fokus steht der systematische Vergleich zentraler und dezentraler Ansätze unter kontrolliert variierten Störbedingungen (Kommunikationsausfälle, Maschinenausfälle, dynamische Auftragslage).
Das M-APR-Projekt (3 Semester, Start WiSe 2026/2027) vergleicht zentrale und dezentrale Koordinationsstrategien für heterogene Roboterflotten in simulierten und realen Produktionsszenarien. Der wissenschaftliche Beitrag liegt in der empirischen Charakterisierung des Übergangs zwischen beiden Koordinationsformen unter variierten Adversitätsbedingungen.
Semester 1 — Grundlagen und Simulation
Semester 2 — Vergleichsstudie und lernbasierte Koordination
Semester 3 — Validierung und Publikation
Das Thema kann nach Abstimmung auch als Projekt- oder Masterarbeit bearbeitet werden.
| Rolle | Name | |
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| Betreuer | Prof. Dr. Christian Pfitzner | christian.pfitzner@th-nuernberg.de |
| Co-Betreuer | Waldemar Haag | waldemar.haag@th-nuernberg.de |
Ort: TTZ Nürnberger Land, Lauf an der Pegnitz
Weitere Informationen: TTZ Nürnberger Land · Labor für Mobile Robotik